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Dieses Thema hat 5 Antworten
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 Mahindra
Ungarnfreund Offline

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Beiträge: 756

24.08.2007 23:39
Rumänienreise... Zitat · antworten
Hi,

hier mal kurz ein Bericht von meiner Ungarn- und Rumänienfahrt!

Also, da ich nach Rumänien wollte und das Land, wie allgemein bekannt, sehr arm ist,
habe ich meine Mutter gebeten, Sachen für Rumänien zu packen, die ich einfach einem
Pfarrer geben wollte. Dann habe ich erfahren, das die Kirchgemeinde früher immer
Sachen nach Lasseln gebracht hat, aber da der Pfarrer in Stockelsdorf gestorben ist,
hat es keiner mehr gemacht.

Also habe ich die Kirchgemeinde in Rumänien ausfindig gemacht und die haben mir den
Kontakt zur evangelischen (deutschen...) Gemeinde in Schässburg geschaltet.

Die errichten ein „Weisenhaus“ und versuchen, das System der Pflegefamilien in ihrem
Bereich einzuführen. Und wenn ich das Land besuche, warum soll ich das nicht unterstützen?

Also war Paula dann richtig bepackt!

Fotos seht ihr hier: http://www.pixum.de/viewalbum/?id=2614623

Da Susi aus München leider verhindert war, bin ich die Strecke Lübeck-Berlin-Dresden-Prag-Bratislava-Budapest-Szeged gefahren – 1.400 km.

Ich hätte gedacht, das ich reine Fahrtzeit so 14 Stunden brauche...

Aber leider habe ich nicht mit den Bergen gerechnet.

Also habe ich in der Slovakai die Nacht vom Sonnabend-Sonntag übernachtet.

Dann am Morgen ging es weiter in die heimatlichen Gefilde.

(\__/)
( ° ° )– Das ist Muuh.
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Ungarnfreund Offline

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Beiträge: 756

24.08.2007 23:40
Rumänienreise... Zitat · antworten
Ab Budapest ging ab Budapest die Kupplung nicht mehr richtig, aber was soll ich machen,
weiter auf der Autobahn nach Hause, Auto hingestellt, ausgepackt, Wohnung ausgelüftet,
Klimaanlage an, Heizung für Warmwasser an, Espressomaschine an...

Und dann ab ins Bett – mit Schlaftabletten.

Am Montag morgen bin ich als erstes, nach dem Frühstück mit den leckeren Hörnchen,
in „meine“ Werk, einer VW-Käfer-Werkstatt.

Lajos, der Chef, hat sich gefreut, das ich ihn mal „wieder“ besuche und hat sich sofort mein
Auto angesehen. Ich sollte es da lassen und am nächsten Tag wieder kommen.

Dann bin ich bei 47 C im Schatten nach Hause gelaufen, natürlich habe ich gleich an der
nächsten Straßenecke zuerst eine Wasserflasche gekauft!

Dann ging das putzen los, wie eine Wohnung einstaubt, wenn sie 9 Monate nicht
bewohnt ist!

Am Abend ging es zu Fuß weiter in meine Stammkneipe, das Mojo, eine geile
Studentenkneipe. Nach dem essen ging es weiter in die Stadt, bei so 35 C in
der Nacht. Straßenkaffees satt, die bis bis Mitternacht aufhaben, einige Cocktails trinken,
das ist leben!

Dann am Morgen, gleich nach dem Aufstehen, so gegen 12 oder 13 Uhr, war ich wieder
in der Werkstatt. Leider hat das entlüften der Kupplung nicht viel gebracht, da musste wohl
die ganze Kupplung aus dem Auto!

(\__/)
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Ungarnfreund Offline

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Beiträge: 756

24.08.2007 23:40
Rumänienreise... Zitat · antworten
Und die Kupplung war wirklich kaputt...

Also habe ich Andreas mit bangen Blicken angerufen und er hat mir den Preis einer Kupplung
genannt und ich musste mich hinsetzen! Meine schöne Reisekasse! Mein Konto!

Aus Verzweiflung habe ich dann Doc Frank angerufen (Andres, bitte nicht böse sein!) und
sein Preis war etwas besser, aber immer noch schmerzhaft.

Lajos hat auch wild telefoniert, die Kupplung für einen CJ hätte er besorgen können, aber
einen Double Cab? Leider nicht !

Also mußte ich die Kupplung bestellen, der ADAC übernimmt den Transport und ich
habe vom ADAC einen Mietwagen gestellt bekommen, mit meinem Alfa bin ich
ja vorsichtig, da der TÜV „etwas“ abgelaufen ist.

Dann das übliche Programm – bis 12 Uhr schlafen, Freunde besuchen, Verwandte besuchen,
Csillas Eltern, Schwester, Tante usw., einkaufen, (Freiluft-)Disko, Studentenkneipe,
Kaffeehaus, Straßenkaffee, baden... Besonders interesannt war das 1956´er Museum, geführt von einem Ex-Aufständigen, der mit seinem Bruder hart gegen die rusischen Besatzer gekämpft hat. Er hat ihre Methoden bis ins kleinste erklärt, auch die "kleinen Cocktails" usw.

Und vor einer dorfkneipe, wo ich mich mit einer deutschen Auswanderin getroffen habe, stand so eine Art ungarisches Packo-Packo, der Bauer war ganz stolz, das ich sein Mobil fotografiert haben!

Am nächsten Montag musste ich leider den Mietwagen wieder abgeben, also bin ich dann
ganz vorsichtig mit dem Alfa gefahren, nur damit mich die Polizei nicht anhält.

Das Problem ist, Ungarn hatte eingeführt, wenn man ohne Tüv erwischt wird, muß man
bis zu 1.000.000,- Huf (4.000,- €) Strafe zahlen. Ok, das Gesetz wiederspricht den
EU-Verordnungen und soll deswegen wieder abgeschafft worden sein, aber wenn
man an den falschen Polizisten gerät und er sieht „Tüv 2001“, dann wird es schwierig.

Am Donnerstag (1,5 Wochen!) ist die neue Kupplung gekommen, Paula stand die ganze Zeit in der Sonne, so frisch gesandert, wie sie ist, und sah dem entsprechend aus, überall fettig, aber lieber einen Fettfleck als ein Rostfleck!

Am Sonntag gegen 14 Uhr sollte das Auto fertig sein, also habe ich am Freitag den Alfa Spider richtig geputzt, dann ab in die Disko und nächsten morgen 10 Uhr zum Alfa-Treffen ins Szeged!

Ich wurde erfreut aufgenommen, aber das peinliche war, mein Auto wurde ständig fotografiert!

14 Uhr habe ich dann Paula abgeholt, die ganze Schrauberaktion hat 120,- € gekostet, BAT (Bar auf Tatze). Das läuft da immer so, selbst beim Makler und Notar!

(\__/)
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Ungarnfreund Offline

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Beiträge: 756

24.08.2007 23:41
Rumänienreise... Zitat · antworten
Dann habe ich noch bei der Fahrt durch Szeged in dem Alfa-Corso teilgenommen und bin dann zur Csillas Schwester zu einer Familienfeier gefahren und am Sonntag ging es wieder nach Hause.

Am Montag morgen ging es dann nach Rumänien. Was soll ich sagen, die fahren da wie die Verrückten. Verkehrsregeln scheinen nur dazu da zu sein, um bei einem Unfall zu klären, wer schuldig ist. 50 in der Stadt? Zu langsam, obwohl überall Polizei lauert! Dann drängeln selbst die LKW´s und wenn man dann immer noch nicht schneller als 60 km/h fährt, wird halt in der Kurve überholt. Risiko? Mann lebt doch nur einmal!

Ich bin durch Arad gefahren, die Stadt ist eine typische Kommunisten-Stadt, also ein Plattenbau neben dem anderen, nichts für mich, wem es gefällt, meinetwegen.

Da war auch ein Stau, auf einer vierspurigen Straße. Egal, dann wird die Gegenfahrbann mit benutzt. Das da jemand nach links möchte, ist auch egal, da haben sich die Fahrer fast geschlagen!

Durch die Westkarpaten ging es weiter nach Schässburg, als es dunkel geworden ist, habe ich die Karte gezückt und mal nachgesehen, ob ich noch die richtig Strecke fahre. Da habe ich dann komische Geräusche gehört, zwei Pferdekutschen ohne Beleuchtung, mitten auf der Straße.

Ich sag nur „Risiko“ dazu!

Als ich dann, eine Tankfüllung von Szeged weg, Schässburg erreicht habe, habe ich mir ein Hotel gesucht und bin müde und hungrig ins Bett, so gegen 1 Uhr nachts!

Am nächsten morgen habe ich gefrühstückt, festgestellt, das es nur 15 C waren, leichtsinnigerweise hatte ich meine Jacke in Szeged gelassen, und bin frierend in die Stadt.

Seit Tagen habe ich versucht, die Leute von der evangelischen Gemeinde in Schässburg zu erreichen, nur hat es nie geklappt!

Endlich war eine Frau am Telefon, die hat mich nur nicht verstanden, was ich wollte!

Wir haben uns dann getroffen und haben die Lage geklärt und sie hat mir die richtige Telefonnummer aus dem Telefonbuch gesucht. Im September bekommt sie ein kleines Dankeschön von mir, versprochen!

Dann habe ich mir die Festung angesehen. Da in dem Forum mal böse Worte gefallen sind, seht euch mal die Namen auf dem Friedhof an, alles deutsche Gräber.

Dann habe ich mir Schässburg selber angesehen, das ist eine schöne mittelalterliche Stadt, man sieht, das sie mal sehr reich waren, aber von dem Glanz ist nichts mehr übrig geblieben, alles ist nur noch matt. Aber die Stadt ist sehr schön!

In der Stadt habe ich mir dann einen anderen Friedhof angesehen, da standen nur ungarische Namen auf den Gräbern, die Leute haben ungarisch gesprochen, ich habe ungarisch gegrüßt, wie zu Hause!

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24.08.2007 23:42
Rumänienreise... Zitat · antworten
Ich habe eine Stelle gefunden, wo Zigeuner alte Ziegel gesammelt und den alten Putz entfernt haben. Der Transport findet natürlich mit Pferdekutschen statt, kein Thema.

Und ich habe Zigeuner beim renovieren ihres Hauses gesehen, vor dem Haus brannte ein Lagerfeuer, wo sie gekocht haben, der Chef hat kontrolliert und die jüngeren Zigeuner auf der Leiter eine Dachrinne (eine unwahrscheinlich schöne Arbeit aus Blech, so wie früher, handgearbeitet und verziert) am Haus befestigt.

Natürlich habe ich gestaunt über diese schöne Arbeit und bin dann mit ihnen ins Gespräch gekommen, deutsch-englisch-ungarisch und mit den Händen.

Sie wollten auch, das ich sie und die Arbeit fotografiere, leider war der Akku alle.

Ich habe mich dann mit der Frau von dem Organisten getroffen, die Sachen ins Lager gebracht, sie haben mir dann auch ein billigeres Zimmer in der Festung versorgt.

Das interesannte ist, sie sprechen richtig hochdeutsch, sie könnten auch meine Nachbarn aus Bad Schwartau sein, selbst das Nachbarkind spricht hochdeutsch!

Da es wieder geregnet hat, hat ihr Mann mich mit seinem Dacia runter in die Stadt gefahren, damit ich nicht im Regen laufen muß. Und er musste sich mein Auto ansehen, klar.

Da sie sehr strenggläubig sind, war er natürlich erstaunt, weil ich auf der Motorhaube eine nackte Frau habe und böse gefragt „Was ist denn das?“. Ich habe dann wahrheitsgemäß erklärt, das ich im Jeepforum gelesen habe, das der Jeep (wie der neue Mini) zum Teil gern von Schwulen gefahren wird und ich nicht verwechselt werden möchte und deswegen diesen Aufkleber auf der Motorhaube habe. Das hat ihn dann überzeugt.

Ich war dann zum Abendessen eingeladen und wir haben uns bis Mitternacht unterhalten, über Gott, Darwin, den Glauben, die Menschlichkeit, der Geschichte in Siebenbürgen usw.

Und als Nachtlektüre habe ich die Bibel in die Hand gedrückt bekommen, das war eine moderne Übersetzung, eine echt gut lesbare Bibel! Es war ein wirklich guter, interessanter Abend.

Am nächsten Morgen bin ich wieder abgefahren, leider hatte ich nicht mehr Zeit, nur 3 Tage, so das ich nicht mehr nach Hermannstadt (Sibu) konnte und deswegen nicht über die Südkarpaten fahren konnte. Das kommt noch, 100 %-ig!

Leider hatte ich kein Lei mehr und wollte zum tanken Geld abheben.

Aber an jedem Geldautomaten kam immer „Error“ raus.

Dann habe ich eine OTP-Bank gefunden, das ist die ungarische Sparkasse.

Die haben mir erklärt, das die EC-Karte in Rumänien nicht geht!

Oh Schreck, zum Glück hatte ich noch Forint und Euro mit.

Um nicht auf der Hautstraße von den LKW´s gejagt zu werden, habe ich auf die Karte gesehen und wollte Nebenstraßen fahren. Zuerst war es eine Schotterpiste, dann immer mehr Lehm, zum Schluss nur noch Lehmpiste und das nach dem Regen, also nur nicht stehen bleiben, ab durch die Karpaten, vorbei an den Köhlern (leider), die nächste richtige Straße suchen! Das war ein Abenteuer, wenn nur das Wetter besser gewesen wäre. 3 Tage vorher waren noch 36 C und kein Regen!

Also bin ich, gejagt wie ein Reh, wieder Richtung Ungarn und am Abend war ich zu Hause.

Am Donnerstag und Freitag habe ich geputzt, eingekauft (nachts um 1 Uhr bei Tesco), noch mal in die Stadt und dann ging es leider am Sonnabend wieder nach Hause.
Durch die Panne mit der Kupplung konnte ich leider nicht zu dem Schmied, meinen alten Auspuff habe ich noch am Auto, oder besser gesagt, nur noch halb...

Aber der nächste Urlaub kommt bald – im September!

Ich kann so eine Reise nur empfehlen ,besonders mit einem Mahi!

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