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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 1.061 mal aufgerufen
 Treffen, Ausfahrten, Berichte und Bilder
Micha Offline

Admin


Beiträge: 725

09.05.2015 21:23
Eine kleiner Restaurationsbericht Zitat · antworten

Früher oder später erwischt es jeden. Oder fast jeden.
Die braune Pest oder einfach gesagt, der Rost.

Ende letzten Jahres mal Bestandsaufnahme gemacht. Ja, Rost ist da.
Hat mich auch nicht sonderlich verwundert. Ich beobachte das Problem schon länger argwöhnisch.

Um die Scharniere. Schön zu sehen wie es blüht. Auch am Rücklicht schaut schon was raus.



Der Radkasten links. Da braucht man nicht viel dazu zu sagen. Auf dem Bild nicht gut zu erkennen,
der Übergang zum Heckteil ist auch schon Blätterteig.



Auf der rechten Seite das gleiche Bild. Am Rücklicht kommt der Rost und am Abschluss zur Stoßstange.
Nicht nur rechts, sondern auch links und stellenweise dazwischen.


Rechter Radkasten. Warum sollte der besser sein als links. Die Verstärkungsstrebe im Radkasten
ist eine wunderbare Rostfalle.
Auch hier ist der Übergang zum Heckteil morsch. Die Schloßfalle ließ schon länger nicht mehr festschrauben.


Der Kasten unter dem Beifahrersitz. Auch schon ein paar Jahre immer wieder mal über den Rost gepinselt.
Clever gelöst von den Indern. Wanne und Kasten bilden einen doppelten Boden.
Dann noch Ablauflöcher drin. Da hält sich wunderbar die Feuchtigkeit dazwischen.
Die Radkästen hinter beiden Sitzen und auch das Querblech, wie soll es anders sein, Rost.


So geht das ja nicht. Soviel Rost nach nur 21 Jahren? Hätte ich mir ja gleich einen Opel kaufen können.


Wie ist das eigentlich mit der Durchrostgarantie?
Schnell mal das Serviceheft rausgeholt


Garantieurkunde ist ausgefüllt. Bestens. Dann gleich mal bei Mahindra anrufen und auf den Tisch hauen.


Aber, was sehe ich da? Ausnahmsweise mal keinen Rost, aber der letzte Kundendienst ist 15 Jahre und 76000Km her.
Da werde ich wohl schlechte Karten haben mit meinem Garantieanspruch.


Dann bleibt nur noch die Fahrt zum Wertstoffhof. Der schickt mich aber wieder mit der Begründung weg,
dies wäre ein WERTstoffhof und das Ding auf dem Hänger sei nichts mehr wert.

Ne, der Mahi kommt nicht irgendwo auf einen Wertstoffhof, sondern zu einem Bekannten, der Platz und ein
Schweißgerät hat. Und der vor allem auch weiß, wie man so ein Schweißgerät sinnvoll benutzt.
Ab auf den Hänger und los geht's.


Bekanntlich ist der Rost, den man sieht nicht das größte Problem. Nein, der hinterhältige gemeine fiese
Rost versteckt sich gerne unter Lackschichten und doppelten Blechen, in Falzen, Ecken und Sicken.
Aber der Schraubenzieher treibt ihn raus aus seinem Versteck.


Raus mit dem Kasten unter dem Beifahrersitz und ein wenig mit dem Schraubenzieher gestochert, fördert
dieses Bild zu Tage und wir stellen fest, der blöde Kasten hat jahrelang den wunderbaren Blick auf die Strasse verbaut.


Da hilft nur eines, raus mit den Resten und großzügig ausschneiden.


Dann auf der rechten Seite am Knick im Fußraum die Farbe entfernen, um die Schweißpunkte zu finden.


Das gleiche auf der linken Seite.


Die Schweißpunkte ausgebohrt und auch die Verstärkungsstreben im Fußraum rausgebohrt.
Hier stößt man wieder auf faszinierende Fertigungsqualität der Inder.
Das Verstärkungsblech, sowie auch die Innenseite im Fußraum welches von diesem Blech
verdeckt ist, ist weder lackiert, noch grundiert oder sonstwie geschützt.
Das blanke Blech.
Mit so etwas war ja zu rechnen. Bei dem Auto überrascht mich eigentlich nichts mehr.
Eigentlich, weil das blanke Blech hat nach 21 Jahren keinen Rost. Kein Bisschen.
Nicht einmal kleine Rostpickel.
Während lackiertes Blech ein paar Zentimeter daneben zu Staub zerfällt wie ein Vampir
in der Sonne, sieht das unlackierte Blech fast aus wie neu.
Verstehe ich nicht, muss ich aber auch nicht


Auch die Hilfsrahmen, die quer unter dem Fußraum verlaufen. Obwohl auch hier keine Farbe drauf
ist, keinen Rost. Blitzblank.
Hätten die nicht das ganze Auto so bauen können?


Runter mit dem ganzen rostigen Heckteil. Ein Lichtblick war zumindest, das der Rahmen
nicht nur an den Seiten und unten Rostfrei ist, sondern auch oben. Da die Karosserie
so knapp auf dem Rahmen sitzt, kommt man da schlecht mit Unterbodenschutz oder Farbe ran.


Zuerst war angedacht den Rost großflächig auszuschneiden und ordentlich Blech einzuschweißen.
Aber eine Bestandsaufnahmen macht recht schnell deutlich, dass wenn man den Rost großflächig ausschneidet,
dann bleibt nicht mehr allzu viel Blech übrig.
Zudem ist ja jede Schweißnaht eine potentielle neue Schwachstelle für Rost. Desweiteren ist das
Blech daneben auch schon über 20 Jahre alt.
Also entschied ich mich für Neuteile.


Neu wurden beide Seitenteile und der Laderaumboden. Die Karosserieteile sind für den CJ3b und passen eigentlich
ganz gut.
Eigentlich, weil der Ausschnitt im Heck für die Anhängerkupplung nicht passt. Die AHK ist beim Jeep anders.
Entweder man schneidet das Abschlußblech höher aus, oder man legt die ganze Karosse höher.
Ich habe mich für die Lösung entschieden, das ganze Fahrzeug mit einem Bodylift 2 cm höher zu legen.
Das zudem den Vorteil hat, das jetzt zwischen Rahmen und Unterboden mehr Platz ist.
Auch liegt jetzt das Abschlußblech nicht mehr direkt auf der hinteren Quertraverse auf, sondern hat jetzt 2 cm Luft.

Ein größeres Problem war, das die Radkästen im vorderen Teil nicht wie beim Mahindra abgesetzt sind.
Das führt dazu, das man die Sitze nicht mehr weit genug nach hinten verschieben kann um hinter das Lenkrad zu kommen.
Da musste leider der schöne neue Radkasten aufgeflext werden und neues Blech eingepasst werden.






Der Radkasten ist auch höher. Der Abstand von der Radkastenoberseite zur Karosserieoberseite ist geringer.
Sieht man am Abdruck am Polster vom Überrollbügel.
Das spielt aber keine Rolle.



Auch die Footsteps auf beiden Seiten wurden neu gemacht. Unter den Footsteps verläuft ein Hilfsrahmen und
an der Kontaktstelle waren die Footsteps großflächig durchgerostet.
Auch hier ist wieder erstaunlich, dass der Rahmen unlackiert, aber trotzdem rostfrei ist.
Auf der rechten Seite war der Rost schon weiter vorgedrungen. Hier wurde auf Neuteile verzichtet und
Bleche eingeschweißt.


Der Kasten unter dem Beifahrersitz wurde auch wieder aus neuem Blech erstellt. Das war zwar viel Arbeit, mir aber
wichtig, weil es sowieso schon nicht viel absperrbaren Stauraum gibt und man in dem Kasten allerei wichtige
Dinge verstauen kann.
Im Gegensatz zum Original geht der Kasten auf der
rechten Seite nun ganz nach außen. Der Kasten ist somit etwas größer und die Spalte zwischen Kasten
und Karosserierand entfällt.



Natürlich noch einen passenden Deckel dazu gedengelt.


Nach Wochen ist er endlich wieder bei mir zuhause und sieht mal wieder Tageslicht.
Ein wenig Schweißnähte verschleifen.


Dann Farbe drauf.
Ein ganz großes Dankeschön an meine Frau, die sich mehrere Tage bei Kälte in die Garage
gestellt hat und dem Mahi mit Rolle und Pinsel sein Kleid verpasst hat: Brantho Korrux 3 in 1 RAL1021 Rapsgelb.
Sieht gleich wieder viel besser aus, mit ein wenig Farbe.




Dann "nur" noch den Unterboden gestrichen und mit Wachs versiegelt. Den Rahmen mit FluidFilm ertränkt.
Die Hohlräume der Hilfsrahmen ebenfalls mit FluidFilm vollgefüllt.
Scheinwerfer, Blinker, Kotflügelverbreiterungen und noch hundert andere Dinge wieder drangeschraubt.

Und fertig ist der Mahindra CJ340.
Wie frisch aus dem Werk gerollt.


Viele Grüße
Micha

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The different between a man and a boy
is the price of his toy

fletscher Offline

Mitglied

Beiträge: 35

19.05.2015 22:25
#2 RE: Eine kleiner Restaurationsbericht Zitat · antworten

Mahlzeit! Hallo erstmal,gratulier sieht wieder schick aus.Mein Projekt hat fast genau so ausgesehen.Habe jetzt endlich meine Zulassung und fahre schon fleißig. Nach 3 Jahre Schweiß und Dreck endlich fertig,wenn man das so sagen kann,denn fertig ist man doch nie.Leider sieht bei mir die Lage schlecht aus,ich habe jetzt 3 Autos zugelassen und ich bin kein Schwerverdiener also mußeiner wieder verkauft werden.So wie es aussieht mußder Mahi wohl weg.Wenn jemand Interesse haben sollte kann erst sich ja melden.

fehlende leistung,wird durch den wahnsinn des fahrers ersetzt!!!

Förster Klaus Online

Mitglied


Beiträge: 897

20.05.2015 17:47
#3 RE: Eine kleiner Restaurationsbericht Zitat · antworten

Hallo Micha,

Glückwunsch, sieht aus wie neu. Zeigst Du ihn uns in Nieheim?

Liebe Grüße
Klaus

KDJens Offline

Mitglied

Beiträge: 362

20.05.2015 21:23
#4 RE: Eine kleiner Restaurationsbericht Zitat · antworten

Glück Auf!!
da wir wieder beim Thema "Nieheim" sind...

Ich habe ja gelobt zum Treffen zu kommen, ABER wie schon geschrieben, ich möchte eine Dusche und ein Bett und
KEIN Zelt auf der Wiese. Hat jemand von euch eine Anschrift vom Bauer Bernd, eine Telefon-Nr. oder eine Email ???

Habe im Netz gesucht, aber NICHTS gefunden.... Würde mich mit Bernd in Verbindung setzen...

Glück Auf!!!
der Jens

PS: Ihr seht, ich meine es ernst....

PPS: neues Auto.. ich habe auch eins, Bilder kommen.....

PPPS: @Micha deiner war ja noch viel schlimmer dran als meiner...

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Wenn jemand fährt, WO NICHTS MEHR GEHT, der HAT EIN INDISCH FAHRGERÄT.....

Förster Klaus Online

Mitglied


Beiträge: 897

21.05.2015 21:39
#5 RE: Eine kleiner Restaurationsbericht Zitat · antworten

Hallo Jens,

schau doch mal hier: http://www.goyellow.de/telefonnummer/ree...-166876692.html

Liebe Grüße
Klaus

Micha Offline

Admin


Beiträge: 725

21.05.2015 21:44
#6 RE: Eine kleiner Restaurationsbericht Zitat · antworten

Zitat von Förster Klaus im Beitrag #3
Zeigst Du ihn uns in Nieheim?




Leider nicht. Gerade immer Anfang August geht es zeitlich bei mir gar nicht.



Zitat von KDJens im Beitrag #4

PPPS: @Micha deiner war ja noch viel schlimmer dran als meiner...



Die braune Pest steckte wirklich in jedem Winkel drin.
Jetzt aber nicht mehr

Viele Grüße
Micha

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is the price of his toy

Förster Klaus Online

Mitglied


Beiträge: 897

21.05.2015 21:56
#7 RE: Eine kleiner Restaurationsbericht Zitat · antworten

Hallo Micha,

unser Treffen in Werdau war toll. Ich habe jetzt sogar eine Plakette von einem Oldtimer-Treffen am Kühlergrill. Und es ist von Nürnberg gar nicht sooo weit entfernt. Wäre das im nächsten Jahr vielleicht für Dich interessant?

Liebe Grüße
Klaus

Mike Online

Mitglied


Beiträge: 1.355

21.05.2015 23:34
#8 RE: Eine kleiner Restaurationsbericht Zitat · antworten

Gude Klaus,

wollten wir in 2016 anstelle Werdau nicht zur "Abenteuer Allrad" nach Bad Kissingen?

Gruß Mike

Mahindra fängt mit: Ma-an (Ma schauen) und endet mit ra (Reparatur Anleitung)
An manchen Stellen erlaubt der Mahindra Toleranzen von mehreren cm, an anderen Stellen duldet er keinen Millimeter

Förster Klaus Online

Mitglied


Beiträge: 897

22.05.2015 07:17
#9 RE: Eine kleiner Restaurationsbericht Zitat · antworten

Hallo Mike,

da waren mehrere Möglichkeiten im Spiel. Zum Beispiel auch ein "Böser Wolf". Da soll es zum Kugeln lustig sein...

Aber das ist ja alles so weit weg.

Liebe Grüße
Klaus

Mike Online

Mitglied


Beiträge: 1.355

23.05.2015 00:01
#10 RE: Eine kleiner Restaurationsbericht Zitat · antworten

Gude Klaus,

Werdau war sehr interessant.
Sehr LKW und Feuerwehrlastig.
Von daher: ja, sehr schön und interessant,aber...
Würde mir in 2016 eher etwas anderes ansehen...

LG Mike

Mahindra fängt mit: Ma-an (Ma schauen) und endet mit ra (Reparatur Anleitung)
An manchen Stellen erlaubt der Mahindra Toleranzen von mehreren cm, an anderen Stellen duldet er keinen Millimeter

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